Was erwarten Gäste vom Kaffeehaus, einer typischen Wiener Institution?...
Was erwarten Gäste vom Kaffeehaus, einer typischen Wiener Institution? Gemütlichkeit, guten Kaffee und lange sitzenbleiben zu können! Doch auch das Kaffeehaus entwickelt sich weiter und findet im Cafe Landtmann am Abend eine neue Rolle zwischen Restaurant und Bar.
Tradition ja, Stillstand nein: 93 Prozent der Österreicher sind überzeugt, dass ein Wiener Kaffeehaus seine Tradition bewahren und sich gleichzeitig weiterentwickeln kann. Und 77 Prozent finden, dass sich ein Wiener Kaffeehaus am Abend anders präsentieren darf als tagsüber. Das zeigt eine aktuelle österreichweit repräsentative Umfrage von TQS Research & Consulting. Mit „Landtmann bei Nacht“ greift das Café Landtmann diese Entwicklung auf: mit einer künstlerischen Inszenierung des historischen Plafonds, eigens von Hand gezeichneten und anschließend animierten Motiven, Musik und einer eigenen Abendatmosphäre samt Abendkarte.
Das Café Landtmann nimmt den Tag des Kaffees am 1. Oktober, der auch zugleich sein 153. Geburtstag ist, zum Anlass, um die Zukunft der Wiener Kaffeehauskultur in den Blick zu nehmen. Die Familie Querfeld zeigt mit „Landtmann bei Nacht“, wie sich eine Wiener Institution weiterentwickeln kann, ohne ihren Charakter zu verlieren, und welche Rolle das Kaffeehaus künftig auch am Abend zwischen Restaurant und Bar spielen kann.
Zwischen Geschichte und neuen Formaten
Dass das Wiener Kaffeehaus weit mehr als nostalgische Erinnerung ist, zeigt die Studie deutlich: Für die große Mehrheit ist es bis heute lebendiger Teil der Wiener Geschichte und ein Ort, der Generationen zusammenbringt. Gleichzeitig zeigt sich eine deutliche Offenheit für neue Besuchsanlässe und Tageszeiten. Gerade in Wien ist die Verbindung von Tradition und Veränderung besonders ausgeprägt: 97 Prozent der Wiener sagen, dass ein Kaffeehaus seine Tradition bewahren und sich gleichzeitig weiterentwickeln kann.
„Als wir das Café Landtmann 1976 übernommen haben, war uns wichtig, seine Geschichte zu bewahren und das Haus gleichzeitig behutsam weiterzuentwickeln. Das hat sich bis heute nicht verändert. Tradition lebt nicht davon, dass alles immer gleich bleibt, sondern davon, dass man sorgsam entscheidet, was bleiben muss und wo Neues Platz haben darf“, betont Anita Querfeld, die Seniorchefin.
Der Blick auf die Generationen
Die Ergebnisse zeigen: Weiterentwicklung ist keine Frage des Alters. Unter den 16- bis 29-Jährigen sind 90 Prozent überzeugt, dass sich das Wiener Kaffeehaus weiterentwickeln kann, ohne seine Identität zu verlieren. 80 Prozent dieser Altersgruppe finden zudem, dass sich ein Kaffeehaus am Abend bewusst anders präsentieren darf als tagsüber.
Noch deutlicher fällt die Zustimmung bei den 50- bis 65-Jährigen aus: 97 Prozent sehen Tradition und zeitgemäße Weiterentwicklung als gut vereinbar. Gleichzeitig sagen 90 Prozent, dass Wiener Kaffeehäuser unterschiedliche Generationen zusammenbringen.
„Ein Wiener Kaffeehaus darf nicht zum Museum werden. Seine Stärke liegt gerade darin, dass es seinen Charakter bewahrt und zugleich mit neuen Gewohnheiten mitgeht“, sagt Chef Berndt Querfeld.
„Junge Menschen sehen das Wiener Kaffeehaus weiterhin als lebendiges Stück Wiener Geschichte und stehen zugleich seiner Weiterentwicklung offen gegenüber“, so der Juniorchef, Ferdinand Querfeld.
Genuss zwischen Restaurant und Bar
Beim Blick auf die Abendgestaltung zeigt sich ein klares Bedürfnis nach einem Ort zwischen Restaurant und Bar. 93 Prozent der Österreicher schätzen unkomplizierte Orte, an denen man länger zusammensitzen kann, ohne dass daraus gleich ein klassischer Restaurant- oder Barbesuch werden muss. Ebenso viele wünschen sich Orte, an denen man sowohl essen als auch nur auf einen Kaffee oder ein Getränk bleiben kann.
Gesucht ist damit ein Ort am Abend ohne festen Ablauf: essen können, aber nicht müssen, auf einen Drink bleiben oder länger sitzen.
Nach dem Schlussapplaus ist noch lange nicht Schluss
79 Prozent der Österreicher möchten nach einem Theater-, Kino- oder Konzertbesuch den Abend bei einem Getränk, Essen oder Gespräch ausklingen lassen. Im Café Landtmann wird diese Verbindung besonders greifbar: Nur rund 80 Schritte liegen zwischen dem Eingang des Burgtheaters und dem Kaffeehaus. Damit liegen Wiener Kultur und Kaffeehausabend buchstäblich nur wenige Schritte auseinander.
„Das Besondere am Kaffeehaus ist seine Offenheit. Anders als im Restaurant muss das Essen nicht im Mittelpunkt stehen, und anders als in der Bar geht es nicht nur um den Drink“, ergänzt Irmgard Querfeld.
Ein 153 Jahre altes Kaffeehaus wechselt in den Abend
Mit „Landtmann bei Nacht“ hat das Café Landtmann dem Abend seit 2026 eine eigene Handschrift gegeben. Ab 18 Uhr verändert sich das Haus innerhalb von rund einer Stunde behutsam: Im großen Saal wird umgedeckt, das Licht wechselt in eine warme, goldene Stimmung und die Projektionen am historischen Plafond beginnen. Vier 4K-UHD-Laserprojektoren bespielen dabei rund 120 Quadratmeter Plafond. Auch die fünf historischen Luster werden Teil der Inszenierung. Die von Hand gezeichneten und anschließend animierten Motive verändern sich saisonal und begleiten das Landtmann von Montag bis Samstag bis Mitternacht und am Sonntag bis 22:00 Uhr.
Die Inszenierung ergänzt eine eigene Abendkarte sowie Aperitifs, Cocktails und alkoholfreie Alternativen. Auf der aktuellen Abendkarte treffen klassische Wiener Kaffeehausgerichte auf neue Akzente wie Hummerkipferl oder getrüffelte Eiernockerl, Negroni und Espresso Martini stehen neben klassischen Kaffeegetränken und alkoholfreien Abenddrinks. Jeden Mittwoch ergänzt Live-Musik von Jazz und Soul bis zu französischen Chansons den Abend. Einmal im Monat steht der Abend beim Format „Ein bisserl Paris. Ganz Wien.“ ganz im Zeichen Frankreichs, mit französischer Musik und kulinarischen Akzenten.
Kaffee bekommt Gesellschaft
Ab 18 Uhr verschiebt sich die Nachfrage zunehmend von der klassischen Melange zu Aperitifs und Abendgetränken. Prosecco, Champagner, Wein und Bier gewinnen an Bedeutung, später am Abend auch der Espresso Martini. Ganz verabschiedet sich der Kaffee aber nicht: Melange und kleiner Mokka bleiben auch zu später Stunde Teil des Kaffeehausabends.
Internationale Auszeichnung für „Landtmann bei Nacht“
Die Verbindung aus historischer Kaffeehauskultur und neuer Abendinszenierung wurde 2026 auch international ausgezeichnet: „Landtmann bei Nacht“ erhielt bei den Cannes Corporate Media & TV Awards den Silbernen Delphin. Entwickelt wurde die künstlerische Inszenierung unter der Leitung von Christof Cremer. Die multimediale Umsetzung und Animation der Projektionen entstand gemeinsam mit ZONE Media.
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