MUNTS DL ALTONN

Vom Tal zu den Gipfeln: Der Herbst in Alta Badia lässt sich Schritt für Schritt entdecken: Vom 13. September bis zum 4. Oktober lädt „Munts dl altonn“ dazu ein, Alta Badia zwischen Natur, Traditionen und hochalpinen Landschaften zu erleben. Der Herbst in den Bergen ist eine Jahreszeit, die es neu zu entdecken gilt: Die Farben verändern sich, die Landschaften wandeln sich und die Rhythmen werden langsamer. Vom 13. September bis zum 4. Oktober 2026 lädt Alta Badia dazu ein, diese besondere Jahreszeit im Rahmen von „Munts dl altonn – Vom Tal bis zu den Gipfeln“ zu erleben. Das Programm umfasst authentische Erlebnisse, die dazu einladen, die Bergwelt bewusst, intensiv und mit allen Sinnen zu entdecken.

Die Initiative erstreckt sich über drei Wochen. Jeder Termin widmet sich einer anderen Höhenlage – Talboden, mittlere Bergwelt und Hochgebirge – und bietet verschiedene Outdoor-Aktivitäten, die dazu beitragen, eine besondere Verbindung zur Natur aufzubauen. Ziel ist es, die Bergwelt in ihren herbstlichen Facetten neu zu entdecken, ihre Stille wahrzunehmen und ihre Identität zu erleben – auf einer Reise, die Schritt für Schritt vom Wald bis zu den Gipfeln der Dolomiten führt.
„Munts dl altonn“ ist nicht nur ein Wanderprogramm, sondern eine neue Art, die Berge im Herbst zu erleben: langsamer, respektvoller und bewusster. Es lädt dazu ein, innezuhalten und Raum für Beobachtung, Stille und das bewusste Wahrnehmen der Natur zu schaffen. 

Der Auftakt findet in Wäldern und auf sanften Wegen statt, wo sich der Herbst mit intensiven Düften, feuchtem Moos und farbenprächtigem Laub zeigt. Die Spaziergänge sind bewusst langsam und beschaulich angelegt und laden dazu ein, den Waldboden und das verborgene Leben des Waldes neu zu entdecken.

Verkostung von Bergweinen
Am Sonntag, 13. September, steht auf der Lé Hütte eine Verkostung von Südtiroler Bergweinen verschiedener Kellereien und kleiner regionaler Produzenten auf dem Programm. Sonnige Tage, kühle Nächte sowie das harmonische Zusammenspiel von Boden, Klima und handwerklichem Können verleihen den Weinen ihren besonderen Charakter. Jeder Schluck erzählt von der authentischen Seele der Berge. Die Verkostung wird vom Hüttenwirt und Sommelier Stefan begleitet.

Kräuterwanderung
Am 19. September erkunden die Teilnehmer gemeinsam mit der Kräuterexpertin Helga die Wiesen und Wälder von Alta Badia und entdecken Heilkräuter und Wildpflanzen, die für die Region typisch sind. Dabei werden ihre Eigenschaften, traditionelle Verwendungsmöglichkeiten und interessante Besonderheiten vorgestellt. Den Abschluss bildet ein Besuch in Helgas liebevoll gepflegtem Kräutergarten, wo die heimische Pflanzenwelt noch näher kennengelernt werden kann.

Ladinischer Kochkurs
Nach einer herbstlichen Wanderung zur stimmungsvollen Kirche Santa Barbara entdecken die Teilnehmer gemeinsam mit einer Bäuerin aus der Region die Aromen der ladinischen Küche. Auf dem Bauernhof Lüch de Survisc werden traditionelle ladinische Gerichte mit saisonalen Zutaten zubereitet. Überlieferte Rezepte, Geschichten und kulinarische Traditionen geben dabei Einblicke in die lokale Esskultur. Der Termin findet am 26. September statt.

Der Geschmack der Getreidesorten aus der Region
Am Sonntag, 27. September, stehen regionale Getreidesorten im Mittelpunkt. Einfache und eng mit der Region verbundene Zutaten werden in eigens für diesen Anlass kreierten Gerichten neu interpretiert. Live-Musik und das beeindruckende Panorama der Dolomiten machen das Erlebnis zu einem besonderen Genussmoment.

Kunst trifft Natur: Der Künstlerweg in San Cassiano
Der Künstlerweg ist eine Freiluftgalerie zwischen La Villa und San Cassiano, die 2011 eröffnet wurde und jedes Jahr um neue Werke erweitert wird. Entlang des einfachen Weges am Fluss können Werke von Künstlern aus den ladinischen Tälern bewundert werden. Neben Skulpturen und Kunstwerken finden sich entlang des Weges auch poetische Installationen mit Versen in ladinischer Sprache. Die geführte Wanderung findet am 3. Oktober statt.

Nun geht es weiter zu den Weiden und Almen, wo noch heute Spuren der sommerlichen Almwirtschaft zu finden sind. Hier stehen die alpine Biodiversität, Naturparks und die besonderen Ökosysteme der mittleren Höhenlagen im Mittelpunkt. Gleichzeitig bietet sich die Gelegenheit, Menschen kennenzulernen, die in den Bergen leben und arbeiten.

Almklänge und Bergkäse
Almkäse entsteht zwischen alten Höfen und blühenden Weiden. Sein intensiver, würziger Geschmack ist geprägt vom Leben in mittleren Höhenlagen. Am Sonntag, 13. September, wird dieses besondere Produkt auf der Hütte I Tablá auf dem Hochplateau von Alta Badia gefeiert. Auch die Produzenten sind vor Ort und laden zum Austausch zwischen jenen, die den Käse herstellen, und jenen, die ihn genießen, ein.

Zwischen Legenden und Bergen im Naturpark Fanes-Senes-Braies
Bei einer Wanderung durch den UNESCO Welterbe Naturpark Fanes-Senes-Braies tauchen die Teilnehmer in die sagenhafte Welt des Fanes-Reiches ein, zwischen Königinnen, Kriegern und verborgenen Welten unter den Bergen. Matteo begleitet die Wanderung am 16. September und erzählt die Geheimnisse der alten Sage in einer Reise zwischen Wirklichkeit und Märchen.

Geologische Wanderung
Eine Wanderung führt am 23. September über die Wege des Naturparks Puez-Geisler und des Gardenaccia-Plateaus und eröffnet spektakuläre Ausblicke auf die Dolomiten. Begleitet von einem Geologieexperten entdecken die Teilnehmer die Geheimnisse der Entstehung der Berge und die Spuren, die der Lauf der Zeit im Gestein hinterlassen hat, eingebettet in die Farben und das Licht des Herbstes.

Wanderung zur Kirche Heilig Kreuz
Gemeinsam mit Gerhard folgen die Wanderer am Mittwoch, 30. September, einem stillen Weg durch Wälder und Weiden und über die Armentara-Wiesen bis zur Kirche Heilig Kreuz. Der traditionsreiche Wallfahrtsort ist von Spiritualität geprägt und vereint Natur, Ruhe und Tradition am Fuße der Berge.

Die letzte wöchentliche Etappe ist den panoramareichen Wanderungen in den höheren Lagen gewidmet, entlang von Graten und auf besonders eindrucksvollen Wegen. Hier öffnet sich der Blick auf atemberaubende Landschaften mit schroffen Gipfeln, tiefer Stille und kristallklarer Bergluft.

Vallon: Klettersteig im Abendlicht
Gemeinsam mit erfahrenen Bergführern besteht am Montag, 14. September, für schwindelfreie Teilnehmer die Möglichkeit, den Vallon-Klettersteig im Licht des Sonnenuntergangs zu begehen. Dabei lässt sich das Schauspiel der Enrosadira erleben, jenes natürliche Phänomen, das die Dolomiten bei Sonnenuntergang in leuchtendes Rot taucht.

Pflanzen des Hochgebirges
Die Latschenkiefer wächst oberhalb von 2.200 Metern und ist eine aromatische Bergpflanze mit zahlreichen wertvollen Eigenschaften. Gemeinsam mit Helga, Expertin für Wild- und Heilkräuter, geht es am Sonntag, 20. September, auf Entdeckungsreise in die Welt der alpinen Pflanzen. Die Veranstaltung findet auf der Hütte Ütia L’Tamá statt.

Der Tridentina-Klettersteig im Licht der Enrosadira
Die Tridentina zählt zu den großen Klassikern unter den Dolomiten-Klettersteigen. Sie in den frühen Morgenstunden zu begehen, ist ein besonderes Erlebnis, das am Montag, 21. September, gemeinsam mit Giorgio, einem erfahrenen Bergführer aus Alta Badia, möglich ist. Die Kletterpassagen werden dabei vom goldenen Morgenlicht der Dolomiten begleitet.

Vergessene Wege: Auf dem alten Jägersteig
Am Montag, 28. September, führt eine Wanderung über einen beinahe vergessenen Weg: den alten Jägersteig. Natur, Geschichte und Einsamkeit verbinden sich zu einem intensiven Erlebnis abseits der bekannten Wege, das gemeinsam mit Giorgio entdeckt werden kann.

Die Anmeldung für die einzelnen Aktivitäten ist verpflichtend und online auf www.altabadia.org oder in den Informationsbüros von Alta Badia möglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
 

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