Die Alpenhotellerie folgt eigenen Gesetzen und die haben Frauen...
Die Alpenhotellerie folgt eigenen Gesetzen und die haben Frauen mittlerweile stark verinnerlicht. Von ganz im Westen, dem Bregenzerwald bis in den Süden, in die Steiermark führen Frauen Hotels mit viel Emotionen. Und dem genauen Blick auf die Zahlen. Deshalb sind sie auch so erfolgreich, denn diese Kombination dürfte es in sich haben. Die einen treten in Fußstapfen von Generationen vor ihnen, die anderen kehren aus London oder Kopenhagen zurück, um ihre eigene Handschrift zu hinterlassen.
Sabine Weissensteiner führt das Genießerhotel Sonnalp in Obereggen am Fuße des Latemar in Südtirol. Nach ihrem Studium in Florenz kehrte sie zurück in ihr Heimattal: „Einer für alle, alle für einen", lautet für sie die Devise im Sonnalp.
Bettina Tiefenbacher führt den Salzburgerhof in Zell am See und startete mit 21 Jahren als Rezeptionistin in den Holleis Hotels, mit 30 war sie Vizedirektorin im Grand Hotel Zell am See. Ihre größte Herausforderung? „Im Jahre 2000 in Kroatien als Frau eine Hoteldirektorin zu sein.". Was würde sie anderen Frauen mitgeben? „Authentizität und Selbstbewusstsein. Bleiben Sie sich treu und imitieren Sie nicht den männlichen Führungsstil,“ so Tiefenbacher.
Antonie Metzler vom Genießerhotel Das Schiff in Hittisau kann auf eine Hotelgeschichte bis 1840 zurückblicken und führt das Hotel nun in fünfter Generation. Insgesamt sechs Frauen halten hier das Ruder in der Hand und ihre beiden Töchter Anna und Eva führen mittlerweile das Nachbarhotel OXA, das urbane Leichtigkeit in den Bregenzerwald bringt.Drei Frauen und fünf Sterne prägen das Hotel Mignon Meran. Gestartet 1948 wird das Haus nun von drei Frauen aus zwei Generationen Frauen geführt. Aus- und Umbau waren immer mit dabei, denn Stillstand gibt es bei den Frauen des Hotel Mignons nicht.
Margret Forstinger vom Hotel Forstinger in Schärding weiß, was es bedeutet, in Fußstapfen zu treten. Seit 1927 führt ihre Familie das Boutiquehotel Forstinger in Schärding, sie selbst in vierter Generation. „100 Jahre Familiengeschichte verpflichten – aber sie beflügeln auch", sagt sie. Zero Waste ist für sie selbstverständlich und sie meint: „Authentische Gastfreundschaft entsteht nicht durch Konzepte, sondern durch Herzblut".
Frauen führen Hotels mitunter ein wenig anders als Männer, aber durchaus erfolgreich. Sie setzen oft auf andere Skills, als es Männer tun, was nicht heißt, dass Fachkompetenz durch irgendetwas ersetzt werden kann. Sie ist das Ausschlaggebende bei der Wahl der MItarbeiter, aber zusätzlich werden auch noch andere Dinge, die sogenannten Soft Skills, mit einbezogen und das kann ja nicht schlecht sein.
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