Die Kunst, zu schwimmen

  • Kunstvolle Brunnen in Basel

  • Basler Münster

  • Roche Turm

  • Südpark Basel

  • Kunst auch bei der EInrichtung

  • Am Rhein entlang der Altstadt

  • Der Rhein dominiert den Blick

  • Die Versorgung für die Rheinschwimmer ist gesichert

  • Die Baseler fahren mit der Straßenbahn über die Brücke zum günstigen Einkaufen

Basel und die Kunst sind untrennbar miteinander verbunden. Aber auch die Kunst, schwimmen zu lernen, ist in Basel möglich, und zwar mit einer entsprechenden Einheit im Rhein. Und dort kann man dann wieder zur Kunst schwimmen – der Kreis schließt sich also.
Das wohl bekannteste Kunstmuseum der Schweiz ist die Fondation Beyeler und daher ein Muss bei jedem Basel-Trip. Ok, diese Ausstellung kann man zugegebenermaßen jetzt nicht schwimmend erreichen, aber das gut verzweigte Basler Straßenbahnnetz führt ja ohne Umwege dorthin. Ernst Beyeler, ein Basler Kunsthändler, sammelte seit den fünfziger Jahren Werke der klassischen Moderne und der Gegenwart und mit der aktuellen Ausstellung Edward Hopper hat er einen echten Volltreffer gelandet. Denn diese Ausstellung zeigt Hoppers ikonische Darstellungen der unendlichen Weite amerikanischer Landschaft und Stadtlandschaft. Die Ausstellung umfasst Aquarelle und Ölgemälde der 1910er- bis 1960er-Jahre und gewährt damit einen umfangreichen Einblick in den Facettenreichtum der Hopper’schen Malerei. Eine 3D Installation von Wim Wenders unter dem Titel „Two or three things I know about Edward Hopper“ gibt Einblicke in die Gefühlswelt Hoppers und erzeugt Gänsehautfeeling. Die Ausstellung ist bis 20. September zu sehen und absolut empfehlenswert, ein anschließender Spaziergang inklusive Kaffee in dem weitläufigen Park lässt die Eindrücke der Ausstellung noch pefekt nachwirken. www.fondationbeyeler.ch

Fast 40 Museen mit Ausstellungen von Weltruf zählt Basel und das Kunstmuseum Basel als ein Stück Baseler Kulturgeschichte sollte ebenfalls auf dem Programm stehen. Als erste öffentliche Kunstsammlung der Welt ist es heute die größte Sammlung der Schweiz und beherbergt Werke von Holbein bis Picasso sowie hochkarätige Sonderausstellungen. Die aktuelle Sonderausstellung „The Incredible World of Photography“ kann im Juli und August 2020 jeden Mittwochabend von 17-20 Uhr kostenlos besucht werden und zeigt unter anderem – ja was wohl: Schwimmer…, womit wir wieder beim eigentlichen Thema angelangt sind. www.kunstmuseumbasel.ch/

Sightseeing vom Fluss
Aber was hat es nun mit dem Schwimmen in Basel auf sich? Etwas ganz Besonderes, denn in dieser Stadt kann man die Sehenswürdigkeiten auch schwimmend besichtigen. Wie das geht? Man besorgt sich einen sogenannten Wickelfisch (Kosten rund 30,00 €), das ist ein Schwimmrucksack, der alle persönlichen Utensilien samt Smartphone wasserdicht verstaut – erprobt und bestätigt – und lässt sich dann den Rhein abwärts treiben. Gemütlich auf dem Fisch liegend, lässt man die Altstadt an sich vorüberziehen. Eine kleine Auszeit an einem der Strände und fast meint man, in einer südlichen Destination zu weilen. Der Wickelfisch kann beinahe schon als Wahrzeichen von Basel bezeichnet werden, denn an warmen Tagen ziehen wahre Karawanen an Rheinschwimmern mit bunten Wickelfischen in allen Farben durch die Stadt. Eine Stärkung davor oder danach im Restaurant Ufer 7 (www.ufer7.ch) ist wärmstens zu empfehlen, Blick auf die Rheinschwimmer inklusive. Umkleidemöglichkeiten gibt es entlang des Rheins und die Kleidung verschwindet dann gut geschützt im Schwimmsack.
Überhaupt ist das Wasser in Basel sehr präsent, denn die Stadt zählt über 200 Brunnen und auch Kulturinstallationen, wie der Fastnachtbrunnen von Jean Tinguely auf dem Theaterplatz, finden sich am und und im Wasser.

Sightseeing per Pedes
Am besten lässt sich Basel zu Fuß erkunden: Immer wieder kommt man an architektonischen Highlights vorbei, hier sei das Areal rund um den Bahnhof SBB empfohlen. Alte Gebäude mussten zwar neuer Architektur weichen, die aber teils beeindruckende Gebäude hervorbrachte. Außenfassaden, die Kunstwerken gleichen, machen dem Kulturstatus der Stadt alle Ehre. Ein Abstecher in die im Areal gelegene Markthalle stillt nicht nur den Hunger sondern präsentiert auch die vielfältige Kulinarik Basels.
Und damit sind wir genau bei einer der Besonderheiten dieser Stadt angelangt: Ihre Lage im Dreiländereck Schweiz-Deutschland-Frankreich sorgt nämlich für einen Mix am Teller, der so gar nichts mit der sonst käselastigen Schweizer Küche zu tun hat. Die Flammkuchen kommen aus Frankreich, ebenso der mediterrane Einfluss, wobei sich das Fischangebot zum Teil auch aus dem Rhein speist. Die Salatvariationen sind phantasie- und genussvoll und hausgemachte Limo gibt’s fast überall. Bestellen Sie auf jeden Fall zumindest einmal Pommes Frites, denn die sind eine Sache für sich – auch hier völlig anders als gewohnt und meist superdünn und damit superresch.

Kunst & Kulinarik
Basel kann also noch viel mehr als Kunst, obwohl das Kunstangebot schon sehr beeindruckend ist. Durch die Stadt zu schlendern und das fast internationale Flair zu spüren, mit der Straßenbahn nach Frankreich oder Deutschland zu fahren, um dort staunend die Menschenschlangen vor dem Einkaufscenter wahrzunehmen, ein Eis beim Italiener zu genießen um dann, wieder zurück in Basel, durch die schmalste Gasse zu gehen. Auch das kleinste Museum findet sich dort, womit der Schwerpunkt der Stadt dann ganz klar definiert ist. Wer gut essen möchte, geht zum Beispiel in das Volkshaus, das so ganz anders ist, als sein Name vermuten lässt. Denn das Angebot hat nichts mit einfacher Volksküche zu tun, sondern zeichnet sich durch hohe Qualität und besondere Kombinationen aus. Ein Platzerl im Garten lässt Besucher nach einem Baseltag so richtig zur Ruhe kommen und das Erlebte nochmals Revue passieren. Bei einem grandiosen Steak zum Beispiel oder den Pâtes aux truffes (Trüffelnudeln) – da sind sie wieder, die Franzosen -  lässt sich ein Tag dort stilgetreu ausklingen. volkshaus-basel.ch
Ein Baseltrip darf natürlich nicht ohne Besuch des Basler Münsters, der gotischen Kathedrale mit den Doppeltürmen, enden. Das Wahrzeichen der Stadt mit der roten Sandsteinausführung wurde zwischen 1019 und 1500 im romanischen und gotischen Stil erbaut. Die ehemalige Bischofskirche ist heute evangelisch und absolut sehenswert.
Tipp: Wer in Basel übernachtet, erhält die kostenlose BaselCard, die eine freie Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel oder das Surfen im Gäste-WiFi ebenso ermöglicht, wie 50 % Rabatt auf Eintritte in die Basler Museen, den Basler Zoo oder das Theater Basel und vergünstigte Altstadtrundgänge.

Anreise: Flug mit Swiss nach Zürich und dann für eineinhalb Stunden weiter mit der Bahn.

 

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