Slow Trails in Kärnten

Schritt für Schritt zu sich selbst: 19 leichte Wanderungen zwischen Bergen und Seen Klagenfurt, Juli 2026 (w&p) – Am Wasser entlanggehen, durch kühle Wälder spazieren, zwischendurch auf einer Bank sitzen bleiben und den Blick über den See ziehen lassen: 19 Slow Trails führen durch Kärntens Berg- und Seenlandschaften. Die Wege sind überwiegend bis zu zehn Kilometer lang, weisen weniger als 300 Höhenmeter auf und dauern höchstens drei Stunden. Es geht nicht darum, möglichst schnell ans Ziel zu kommen. Aussichtspunkte, Schaukeln, Hängematten und Plätze direkt am Wasser laden unterwegs zu Pausen ein. Jeder Trail hat seinen eigenen Charakter und erzählt von der Landschaft, regionalen Sagen und Traditionen, der Tier- und Pflanzenwelt oder der Geschichte des jeweiligen Ortes. Mittelkärnten In Mittelkärnten führen drei Slow Trails an stille Seen und durch bewaldete Berglandschaften. Am Längsee verläuft der Weg vorbei am historischen Stift St. Georgen, über den Weiler Rottenstein und entlang des Golfplatzes zurück zum Strandbad. Dazwischen öffnen sich immer wieder Ausblicke auf das Wasser, das Stift und die Karawanken. Am Almen-Wasserweg zum Bergsee
In den Gurktaler Alpen liegt der Flattnitzer See wie ein tiefblauer Farbfleck zwischen den Nadelwäldern. Der Rundweg um den Bergsee lässt sich mit dem Almen-Wasserweg verbinden, der mit sieben Spielstationen besonders für Familien interessant ist. Rund um den Urbansee wird es sagenhaft: Der Trail führt durch ein 140 Hektar großes Landschaftsschutzgebiet und erzählt von Rhiannon, der Hüterin des Sees, und Mithras, dem Gott der Sonne und des Lichts. Millstätter See – Bad Kleinkirchheim – Nockberge Am Fuß des Mirnock führt der Slow Trail durch die Landschaft des sagenumwobenen Weltenbergs. Unterwegs geht der Blick immer wieder über den Millstätter See, besonders schön am späten Nachmittag und bei Sonnenuntergang. Der Slow Trail Südufer schlängelt sich von Seeboden entlang des naturbelassenen Ufers, vorbei an versteckten Buchten, kleinen Stränden und ruhigen Plätzen mit Hängematten. Informationstafeln erzählen vom Leben am See, von Fischerei und Bootsarchitektur. Am Maltschacher See bei Feldkirchen wird die Landschaft kleiner und ländlicher: Wiesen, Wälder und Weingärten umgeben den See und verleihen dem Weg einen Hauch von Süden. Wörthersee – Rosental
Rund um den Wörthersee und im Rosental verbinden fünf Slow Trails Natur, Kultur und Bewegung. Bei Velden beginnt der Slow Trail Römerschlucht zwischen moosbewachsenen Steinen und einem plätschernden Bach. Nach dem Anstieg öffnet sich die Landschaft rund um den stillen Forstsee, bevor die Veldener Aussicht den Blick über die Bucht bis zu den Julischen Alpen freigibt. Der sechs Kilometer lange Schaukelweg verbindet den Opferstein, die Bergkirche St. Margarethen, die Burgruine Reifnitz und die Kirche St. Anna. Schaukeln und Hängematten liegen direkt an der Strecke. Auf dem Brahmsweg folgt man den Spuren des Komponisten, der mehrere Sommer in Pörtschach verbrachte. Der Weg führt zur Hohen Gloriette und vermittelt über QR-Codes Wissenswertes über Brahms, die Wörthersee-Architektur und die Geschichte von Schloss Leonstain. Der Yogaweg ist wie eine klassische Yogastunde aufgebaut und verbindet Gehen mit Körper-, Atem- und Achtsamkeitsübungen. Im Rosental führt der Slow Trail Meerauge durch einen Fichtenwald zur Märchenwiese auf 1.170 Metern Seehöhe. Das Highlight dieses Slow Trauls bildet der türkis schimmernde Bergteich vor den steil aufragenden Karawanken. Klopeiner See – Südkärnten – Lavanttal
In Südkärnten führen zwei Slow Trails zu weiten Ausblicken und warmen Badeseen. Vom Westufer des Klopeiner Sees geht es durch den Wald hinauf zur Aussichtsplattform am Kitzelberg. Von dort liegen Kleinsee, Turnersee und Klopeiner See wie blaue Flächen in der Landschaft, dahinter ragen die Karawanken auf. Besonders früh am Morgen lohnt sich der Weg, wenn die Sonne über den Seen aufgeht. Der familienfreundliche Slow Trail Turnersee führt durch das Natura-2000-Schutzgebiet rund um den See. Schattige Waldwege wechseln sich mit Blumenwiesen und ruhigen Straßen ab, begleitet vom Blick auf das Wasser und die Bergkulisse. Villach – Faaker See – Ossiacher See
Rund um Villach führen vier Slow Trails durch Moore, Uferlandschaften und artenreiche Schutzgebiete. Am Ossiacher See beginnt der Slow Trail Bleistätter Moor beim Domenig Steinhaus und verläuft zunächst entlang des Ufers, bevor er in das weitläufige Feuchtgebiet führt. Wer möchte, verbindet die Wanderung mit einer Schifffahrt. Am Faaker See begleitet das türkisblaue Wasser den Weg durch das Natur- und Landschaftsschutzgebiet am Rand des Drobollacher Moors. Immer wieder zeigt sich der markante Mittagskogel, naturbelassene Pfade führen zu frei zugänglichen Uferstellen. Vom Kloster Wernberg geht es zur Drauschleife, einem wichtigen Lebensraum für Brut- und Zugvögel. Aussichtsplattformen bieten gute Beobachtungspunkte, eine Hängematte liegt direkt am Weg. Der Slow Trail Afritzer See verläuft am Fuß von Mirnock und Wöllaner Nock durch ein artenreiches Landschaftsschutzgebiet. Im See leben mehr als 15 Fischarten und Edelkrebse. Entlang der Strecke laden Sitzplätze und Hängematten zu einer Pause ein. Nassfeld – Pressegger See – Weissensee
In der Region Nassfeld – Pressegger See – Weissensee führen zwei Slow Trails durch stille und weitgehend naturbelassene Seeuferlandschaften. Am Weissensee folgt der Weg dem Ufer zwischen Neusach und dem Ostufer. Kleine Buchten, ruhige Rastplätze und das klare, türkisfarbene Wasser prägen die Strecke. Darüber erheben sich die Gailtaler Alpen, in der Ferne sind die Lienzer Dolomiten zu sehen. Hin- oder Rückweg lassen sich mit dem Linienschiff „MS Alpenperle“ verbinden. Am Pressegger See schlängelt sich der Trail durch einen dichten Schilfgürtel, der stellenweise bis zu drei Meter hoch wird. Zwischen Teichrosen und Tannenwedeln lassen sich Haubentaucher, Libellen und weitere Tiere beobachten. Von einem erhöhten Uferabschnitt öffnet sich der Blick über den gesamten See. Danach bietet sich ein Sprung ins Wasser an. 

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