Mountainbiken im Bregenzerwald

Gemütlich, mittelschwer oder echte Herausforderung? Im Bregenzerwald können Mountainbiker aus Touren aller Schwierigkeitsgrade wählen. Alle Strecken erzählen ein Stück Kulturgeschichte oder öffnen Einblicke in besondere Lebenswelten.
 
Für Genuss-Mountainbiker: Vom Wälderbähnle und der Demokratie
Die Achtalrunde: Wo von 1902 bis 1980 die Bregenzerwaldbahn von Bregenz nach Bezau tuckerte, verläuft heute auf einem Teilabschnitt ein schattiger Wander- und Radweg. Die Strecke beginnt in Egg, schlängelt sich der Bregenzerache entlang und verläuft im großen Bogen über Alberschwende zurück ins Tal der Bregenzerache und zum Ausgangspunkt.
23,6 Kilometer, Fahrzeit 2:30 Stunden, 479 Höhenmeter bergauf.

Die Klausberg-Runde: Diese Runde mit Start in Andelsbuch erzählt von der „Bregenzerwälder Bauernrepublik“, an die die Bezegg-Sul erinnert. Die Säule steht an der Mountainbikestrecke von Andelsbuch nach Bezau an jenem Ort, wo sich das Rathaus der Landgemeinde befand. Das hölzerne Rathaus stand auf Pfeilern. Den Sitzungsraum erreichten die Abgeordneten über eine Leiter, die erst dann wieder angelegt wurde, wenn alle Beschlüsse gefasst wurden. Hat man auf der Klausberg-Runde einen Stopp bei der Bezegg-Sul eingelegt, geht es weiter nach Bezau und entlang der Bregenzerache zurück zum Ausgangspunkt.
15,8 Kilometer, Fahrzeit 2 Stunden, 281 Höhenmeter bergauf.

 
Mit etwas Herausforderung: Vom Vorsäß und der Trutzburg
Schetteregg-Schönenbach: Im Bregenzerwald bewirtschaften die Bauern die Wiesen und Weiden seit Jahrhunderten mehrstufig. Vom Tal geht’s im Frühsommer und Herbst aufs Vorsäß, im Hochsommer auf die Hochalpen. Typische Vorsäßsiedlungen, wo zumeist auch Käse erzeugt wird, liegen an der Strecke von Schetteregg nach Schönenbach. Diese besonders malerische Siedlung mit mehreren Holzhäusern ist zudem für die guten „Käsknöpfle“ bekannt, serviert im Jagdgasthaus Egender. Die Runde beginnt und endet in Egg.
42,9 Kilometer, Fahrzeit 4:45 Stunden, 1.070 Höhenmeter bergauf.

Kanisfluh „Klassiker“: Die felsige Kanisfluh ist der Blickfang im Bregenzerwald. Man sieht sie von nahezu überall. Der als „Trutzburg“ bekannte Berg ist mit mehreren Mountainbikestrecken erschlossen. Der Klassiker beginnt in Mellau, führt von Au aus beständig bergauf zum Wurzachsattel, vorbei an Alpen und schlussendlich bergab nach Mellau.
32,3 Kilometer, 1.178 Höhenmeter bergauf.
 
Für konditionsstarke Könner: In luftigen Höhen

Damülser Runde: Durch unterschiedliche Landschaftsräume führt diese anspruchsvolle Tour. Zum Auftakt radeln die Mountainbiker von Au durch die Argenschlucht, eine der schönsten Schluchten in Vorarlberg. Mit Blick auf das Naturschutzgebiet Auer Ried und auf Alpenwegen geht es stetig bergauf nach Damüls. Das hochgelegene Dorf wurde einst von Walsern besiedelt und beherbergt eine Kirche mit sehenswerten Fresken.
32,4 Kilometer, Fahrzeit 5:30 Stunden, 1.283 Höhenmeter bergauf.
 
Schoppernau – Diedamskopf – Neuhornbachhaus: Fürs Bergauf-Training ist diese Tour perfekt. Sie beginnt mit einem steilen Anstieg von Schoppernau bis zur Bergstation der Diedamskopfbahn. Auf dem Gipfel mit imposant felsigen Abhängen öffnet sich ein fantastischer Ausblick – an klaren Tagen bis zum Bodensee. Über Alpen führt der Weg weiter zum Neuhornbachhaus. Über den kurvigen Waldweg geht’s zurück nach Schoppernau.
25,1 Kilometer, Fahrzeit 5 Stunden, 1.433 Höhenmeter bergauf.

 
Geführt auf Tour
Wer sich ortskundig begleitet auf Tour machen möchte, wählt aus dem umfangreichen Programm der Bike Schule Bregenzerwald. Mountainbike-Touren mit maximal sechs Teilnehmern pro Guide finden täglich statt. Die Könner bieten außerdem Workshops für Mountainbiker und für E-Biker sowie Fahrtechnik-Kurse für Anfänger, Fortgeschrittene und für Könner an. Zudem ist die Bike Schule ein Liteville-Test- und Ridecenter und bietet Leihbikes dieser Marke für Ausfahrten an. Die spezialisierten Mountainbike-Guides sind auch für individuelle Touren und Schulungen buchbar. www.die-bike-schule.at

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