Das Mostviertel im Advent

Große wie kleine Christkindlmärkte laden auf eine kulinarische und handwerkliche Entdeckungsreise durch das Mostviertel ein. Idyllische Plätze und das Besinnen auf alte Traditionen geben dem Advent im Mostviertel eine besondere Atmosphäre.

Von 11. bis 13.  Dezember stimmt man sich beim Annaberger Advent mit Weihnachtskekserl-Backwettbewerb, Puppentheater und Mostviertler Mundartgedichten kulinarisch wie geistig auf die besinnlichste Zeit des Jahres ein. In der Wallfahrtskirche am Joachimsberg genießen Musikinteressierte am 13. Dezember eine vorweihnachtliche Stunde mit Text und Jagdhornbläser-, Flöten- und Orgel-Klängen. Am Heiligen Abend findet traditionell ein Laternengang von der Schmelz auf den Annaberg zur Christmette statt.

Gleich vier Mostviertler Schlösser laden rund um den dritten Adventsonntag am 13. Dezember zum Gustieren: Das altertümliche Schloss Kirchberg im Herzen des Pielachtals wird zwei Tage lang Ausstellungsort für mancherlei Kunsthandwerk und viele Geschenkideen für den Weihnachtsbaum. Märchenerzählungen, Streichelzoo und Bummelzug sind Magnet für die kleinen Besucher.

Beim Advent auf der Schallaburg kann man den Ausstellern dabei zusehen, wie sie ihre Lieblingsmaterialien verarbeiten und sie dabei zu wunderbaren Geschenken werden lassen. Erstmals erwartet die Besucher ein Weihnachtsdorf mit kunstvollen Eisskulpturen im historischen Garten. Marionettentheater, Feuershow, Krampuslauf, Bläserquartett und Chöre bringen weihnachtlichen Glanz in die Räumlichkeiten und Höfe des Renaissanceschlosses.
Der Adventmarkt im Meierhof des Stiftes Seitenstetten lockt mit „lebendem Handwerk“, Weihnachtspostamt, Standlmarkt im überdachten Innenhof und Weinkeller. Ein brennendes Erlebnis ist das „Zuaschaun beim Dorschbirnbrenna“: Die beliebte Mostbirne, deren Name angeblich vom Hinunterfallen – auf gut Mostviertlerisch „owadoschen“ – herrührt,  wird dabei zu einem edlen Destillat verarbeitet.
Unter dem Credo „Weihnachten wie es früher war“ feiert der Adventmarkt im Schloss Ulmerfeld bei Amstetten Premiere: Besucher erleben Brauchtum in der Goldhauben- und Hammerherrn-Werkstätte und bestaunen kunsthandwerkliche Kleinode wie  Keramik und Holzbrandmalereien.  Besinnliche Atmosphäre verbreiten die Turmbläser oder die Theatergruppe „ulk“. Kinder vertreiben sich beim Arbeiten in der Kinderlederei, der  Holzwerkstätte oder der Backstube, bei  Kutschenfahrten, Steckerlbrotgrillen und dem Hören von Adventgeschichten das Warten auf den Heiligen Abend.

Der Oberndorfer Advent, ebenfalls am 12. und 13. Dezember, zeigt neben Kunsthandwerk, Krippenausstellung und weihnachtlichen Köstlichkeiten auch ein buntes Kinderprogramm. Beim „Weihnachtspostamt“ können die Kleinen am Samstag ihre Wünsche an das Christkind abgeben. Die Perchten der Kienberger Tropfsteinteufeln lehren das Fürchten. Die großen Besucher lauschen dem Konzert mit Volksmusikant Marc Pircher oder unternehmen eine wildromantische Kutschenfahrt. Beim Advent in der Reichersdorfer Kellergasse bei Nußdorf ob der Traisen öffnen zahlreiche Winzer ihre Weinkeller. Geboten werden Handwerkskunst und kulinarische Genüsse.
Der Adventmarkt am neuen Betriebsgelände der Mariazellerbahn in Laubenbachmühle am 12. Dezember besticht durch seine Atmosphäre: Gleich neben dem Bahnsteig zeigen rund 20 Aussteller allerlei Handwerksstücke und bieten kulinarische Köstlichkeiten an.

Die kleine, idyllische Gemeinde Rohr im Gebirge verwandelt sich am 12. und 13. Dezember in ein nostalgisches Weihnachtsdorf. Im alten, liebevoll revitalisierten Stadel kann man die lebende Krippe bewundern, gleich daneben steht der weithin bekannte Eisbaum. Rundherum befinden sich die Holzknecht- und Köhlerhütten, in denen von Sterz und Holzknechtranken bis zum Christkindlwein und Räucherforellen alles geboten wird. Holz- und Hornschnitzern, Glasbläsern und Silberschmieden kann man in ihren lebendigen Werkstätten auf die Finger schauen.

Bei dem vielleicht ungewöhnlichsten Weihnachtsmarkt Niederösterreichs, der Ybbsitzer Schmiedeweihnacht, erleben die Besucher am letzten Adventwochenende (19.-20.12.) hautnah, wie aus Feuer, Eisen und Können einzigartige Kunstwerke entstehen. Am historischen Marktplatz zeigen Handwerker althergebrachte Techniken wie das Spinnen, Drechseln, Korbflechten, Kerzenziehen oder  Glasmalen. Hungrige laben sich an Schmankerln der Eisenstraße-Wirten oder genießen frisch gebackene Krapfen vom heimischen Bauern.

Zwar kein Adventmarkt, dafür aber eine umso sehenswertere „Kripperlroas“ kann man im Dezember und Anfang Jänner in Hollenstein an der Ybbs unternehmen: Sehr stimmig präsentiert sich die in ihrer Form einzigartige Felsenkrippe am Ortsrand in den Abendstunden. Bei der von einem Hirten geführten Kripperlroas trifft man auf handbemalte, lebensgroße Krippenfiguren, Laternenwegweiser und weitere Krippen in den Fenstern der Häuser rund um den „Kripperlweg“. Knapp vor dem Jahreswechsel kann man beim Glücksbringerschmieden in einem der letzten erhaltenen Hammerwerke, dem Treffenguthammer, seines eigenen Glückes Schmied sein.

 

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