Der Lakeside Park in Klagenfurt ist keineswegs – wie vielleicht der...
Der Lakeside Park in Klagenfurt ist keineswegs – wie vielleicht der Name impliziert - ein Erholungsgebiet, sondern ein Technologie- und Wissenschaftspark unmittelbar angrenzend an die UNI und ein Naturschutzgebiet am Rande des Wörthersees. Inzwischen haben sich namhafte Unternehmen, wie etwa Kapsch, Infineon, Verbund, aber auch Kindergärten, die UNI selbst, die FH Klagenfurt oder die Notariatskammer Kärnten dort angesiedelt.Die Betreiber des Technologieparks (Bund, Stadt Klagenfurt) „leisten“ sich auch einen eigenen Kunstraum, einen Ort der Produktion und Präsentation zeitgenössischer internationaler Kunst mit der Programmatik einer kritischen Diskussion gesellschaftsrelevanter Aspekte der Ökonomie.
Derzeit präsentiert dort die Spanierin Paula Bruna Pérez ein wahrlich interessantes Projekt: die Wissenschaft hatte schon länger herausgefunden, dass in den Saftströmen der Bäume immer dann Blasen und Flüssigkeits-Abstände entstehen, wenn die Bäume zu wenig Wasser haben. Diese Blasen äußern sich durch Ultraschall-Laute – und den Technikern ist es nun gelungen, diese Ultraschall-Laute hörbar zu machen. Sie ähneln dem „Klacken“ von Kastagnetten. Je weniger Wasser ein Baum hat, desto häufiger „klackt“ es. Jeder Baum hat dabei eine eigene Klangfarbe. Perez hat nun eine ganze Reihe von kleinen Lautsprechern im Kunstraum installiert, die diese Klack-Laute (live!) abspielen und dazu noch die Umweltgeräusche des Waldes. Schließt man die Augen, entsteht eine ganz mystische Atmosphäre – und – leider – auch der Eindruck, dass es manchen Bäumen aufgrund des Wassermangels ganz schlecht geht. Pérez stellt dazu noch einen Bezug her zum Flamenco (Kastagnetten!), zu seinen Rhythmen und zu seinen bisweilen schwermütigen Texten. „Aufgehübscht“ wird die Präsentation durch gesammelte und applizierte Harzperlen und Harzobjekten.Alles eine ungewöhnliche Symbiose von Kunst und Ökonomie!Kunstraum Lakeside
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